Von der Holländischen Nordseeküste kommt heute das neue „Raadsel“. Und wie schon beim vorletzten Rätsel, schauen einen hier zwei Augen an.
Von der Holländischen Nordseeküste kommt heute das neue „Raadsel“. Und wie schon beim vorletzten Rätsel, schauen einen hier zwei Augen an.
Man könnte mir ja blinden Copypasteismus vorwerfen, und hätte heute damit auch nicht unrecht.
„Auch heute wird ein Spiel gesucht, welches eigentlich nicht in einer Spielesammlung fehlen darf.“
Daniels Spielwoche (33/2014)
Nein, ich war weder im Urlaub noch krank; ich habe einfach in den letzten zwei Wochen, wenn man mal von den Abenden Spieltraum absieht, recht wenig gespielt.
Heute wird ein Spiel gesucht, welches eigentlich nicht in einer Spielesammlung fehlen darf.
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Seit einigen Tagen ist jetzt auch die deutsche Version von Battlelore 2.Edition erhältlich. Als ich hörte, dass das gute alte Battlelore neu aufgelegt wird, diesmal in der Welt Terrinoth (bekannt von Spielen wie Runebound, Descent, Runewars und Runeage) war ich nach erstem Entzücken sehr schnell skeptisch: Das alte BL war doch gut, so wie es war. Und überhaupt ist BL doch nicht sowas wie „Runebattles“, sondern in seinem eher mittelalterlichen Setting sehr gut aufgehoben. Nur drei Figuren pro Einheit? Auch bei der Infanterie? Na, ich weiß ja nicht, bzw. wusste ja nicht … denn ausprobieren wollte ich BL2 ja schon!
War früher also alles besser? Nach vier Spielen würde ich sagen: klares Nein! Das Spielgefühl selbst, die Kommandokarten, das Bewegen der Einheiten, Angriffe und Gegenangriffe, Gelände und Rückzüge – das alles ist vertraut, aber doch leicht verändert, was ein etwas anderes (aber keineswegs schlechteres) Spielgefühl ergibt. Das Thema war bereits im ersten Spiel kein Problem mehr für mich und die veränderten Mechanismen passen gut zur Einheitenstärke von 3. Aber nicht nur, dass meine Anfangsskepsis unbegründet war, BL2 trumpft auch auf mit einigen Stärken:
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Punkte hinterher zu hetzen.
So, und wer es geschafft hat, bis hierher zu lesen, oder wer einfach gleich zum Ende gescrollt hat (raffiniert, Kollege, … raffiniert;-) ), der stellt sich jetzt vielleicht zwei Fragen:
Brauche ich BL2, wenn ich BL schon habe? Ey Leute, mal ehrlich: wer hier mitliest, hat doch solche rationalen Fragen längst hinter sich gelassen! Aus meiner Sicht haben beide ihren ganz eigenen Reiz, können nebeneinander bestehen. Bei Battlelore 2. Edition ist übrigens auch, wie beim Vorgänger, viel drin fürs Geld. Das meine ich quantitativ wie qualitativ …lediglich die FFG-typische Würfelverknappung würde ich durch den Kauf eines Würfelsets mit acht weiteren Würfeln ergänzen, dann spielt es sich komfortabler. Und die zweite Frage: Wird der Autor jetzt vielleicht sein altes Battlelore mit allen erschienenen deutschen Erweiterungen zum Verkauf anbieten? … Nein nein, mein Freund!! Das möchte ich nicht in meiner Sammlung missen, genauso wie die 2 Edition![/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]
Nach zwanzig Rätseln, was ca. 60 Spielen entspricht, lichten sich die Reihen der mir zur Verfügung stehenden „sinnvollen“ Spiele doch so langsam aber sicher.
Urlaubsbedingt wird das Rätsel mit dem Doppel-X leider erst heute in das weltweite Internetz gepustet. Und auch dieses Mal sind wieder ein paar ältere Kaliber dabei.
Etwas verspätet möchte ich heute Nothing Personal vorstellen. Im Spiel von dem auf BoardGameGeek beliebten Kritiker* Tom Vassel geht es darum mit seinem Mafiaclan möglichst viel Einfluss zu gewinnen. Dafür darf man sich aller unlauteren Mittel bedienen, die einem zur Verfügung stehen, das ist nichts persönliches. Es geht ums Geschäft.
*) Kritiker – da möchte ich stellvertretend Hildegunst v. Mythenmetz sprechen lassen:
„Wissen Sie, was Kritiker mir mal können? Sie können mir mal die Schere spülen!** Jawohl! Entschuldigen Sie bitte meine deutlichen Worte[fusion_builder_container hundred_percent=“yes“ overflow=“visible“][fusion_builder_row][fusion_builder_column type=“1_1″ background_position=“left top“ background_color=““ border_size=““ border_color=““ border_style=“solid“ spacing=“yes“ background_image=““ background_repeat=“no-repeat“ padding=““ margin_top=“0px“ margin_bottom=“0px“ class=““ id=““ animation_type=““ animation_speed=“0.3″ animation_direction=“left“ hide_on_mobile=“no“ center_content=“no“ min_height=“none“][…], aber welche Qualifikationen muss man schon mitbringen um meine Arbeit kritisieren zu dürfen? […] Verbitterte, griesgrämige Gesellen, die keine Mahlzeit genießen können, weil sie das Haar in der Suppe suchen. Schleimfressende, nach Stinktierchensekret riechende Kanalisationsbewohner. Ja, Laptantidel Latuda – Dich meine ich!“
– Ensel und Krete von Walter Moers (S. 88ff.)
**) In Zamonien einer der gebäuchlichsten und derbsten Kraftausdrücke.
Jeder Spieler verkörpert eine Mafiaclan. Das Spiel geht über fünf Runden, welche wiederum aus fünf Phasen bestehen. Zunächst geht es darum Einfluss über die Gangster auf dem Spielbrett zu bekommen. Dazu spielt man seine Influence-Karten aus. Anschließend wird man dafür belohnt indem man Geld und Respekt für die kontrollierten Gangster bekommt. Außerdem bieten diese noch zusätzliche Aktionen (das Verschieben, Klauen oder Neutralisieren von Einflusstoken, das Töten von Gangstern, Erpressen der Mitspieler und vieles mehr).
In den letzten Phasen werden neue Karten gezogen, Gangster, die zu viel Aufmerksamkeit erregten vom FBI verhaftet und durch neue ersetzt.
Das Spiel ist ein herrliches Hauen und Stechen mit wechselnden Allianzen und manch überraschender Wendung. Zwar hängt es immer auch davon ab ob die Handkarten einem gute Züge erlauben, doch im Grunde geht es darum die anderen Mitspieler gezielt zu beeinflussen, sich ein Ass im Ärmel zu halten und notfalls vor Lug und Betrug nicht Halt zu machen. Wer Freude an Spielen mit großem Ärger-Potenzial hat sollte Nothing Personal unbedingt probieren.
Der Spielkarton weist zu Recht folgenden Warnhinweis auf:
WARNING
This is NOT a Co-operative Game!
Nothing Personal may contain backstabbing, betrayal, double dealing, trickery, treachery, thuggery and generally nasty behaviour. It is not recommended for those who prefer warm and fuzzy, non-confrontational game experiences.
Zuletzt muss auch das großartige Spielmaterial erwähnt werden. Die Token sind aus besonders dicker Pappe, für die Blackmail-Token wurden sogar schwere Metallmünzen beigelegt. Alles Spielmaterial der einzelnen Familien findet in Tuckboxen Platz. Und das Highlight ist der Startspielermarker, ein Siegelring mit dem eingravierten Hinweis: „Breaks Ties“.
Um Mythenmetz aufzugreifen: Tom Vassel beweist, dass man als Kritiker auch tolle thematische Spiele entwickeln kann.
Weiterführende Links:
Nothing Personal bei BoardGameGeek
Nothing Personal im Spieltraum-Shop[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]
Mit lieben Grüßen von Sylt ist dieses Mal die Motivsuche eingeschränkt auf die Spiele, die ich mit auf die Insel genommen habe.
Beim Durchsuchen meiner Spielesammlung fielen mir dieses Mal unglaubliche Sachen in die Hände. Beim zweiten Spiel blieb mir sogar fast das Herz stehen.