Soll wohl eine Anspielung auf den zeitweise sehr populären Ausruf „OVER 9000!“ sein, vermute ich. Wer den nicht kennt, hat nichts verpasst. Wahnsinn ist eigentlich nur, wie wenig in der Schachtel so drin ist: Nur vier neue Fraktionen! Dazu ein paar neue Basiskarten und Siegpunktemarker. Lässt sich auch ohne Grundspiel zu zweit spielen, aber wieso dann nicht das Grundspiel kaufen? Gleiche Schachtel, aber einfach mal nur die Hälfte reintun – bravo! Naja, egal. Wer Smash Up mag kann durch die ständige Neukombination zweier Fraktionen aber auch mit nur vier neuen eine ganze Menge Spaß haben und die Marker sind äußerst hilfreich. Es darf also meinetwegen hier gekauft werden.
Kategorie: Spiele
So viele Gründe, weshalb ich ein iPad habe. Auch wenn die Umsetzung nicht ganz so super toll ist wie andere, beispielsweise Ascension oder Agricola, kommt man um einen Kauf keinesfalls herum. Woran ich das festmache? Die App fühlt sich im Vergleich einfach weniger durchdacht an, hier und da hätte der Komfort höher ausfallen können und ab und an leidet die Übersicht. Und trotzdem ist sie eine brauchbare Umsetzung des, bisher, Basisspiels mit drei Themensets. Letztere lassen sich wie im Original einzeln, aber auch gemeinsam in der Duellvariante spielen. Dazu gibt es Tutorials und natürlich, wenn auch nicht super ausgereift, Mehrspielerpartien. Für den günstigen Preis geht das total in Ordnung, auch wenn es mir das Brettspielgefühl nicht ersetzen kann – was aber wohl auch am Würfeln und Drehen liegt. Macht mal!
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Top100 (2012) 40-31 verfügbar
Ganz genau! Hier.
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Agricola iOS erschienen
Ich weiß schon wieso ich ein iPad habe. Nach den ersten Partien kann ich die Umsetzung eines der besten Brettspiele aller Zeiten nur loben: Wahlweise gibt es die reduzierte Familienversion oder die Expertenvariante mit drei verschiedenen Draft-Varianten, online oder offline, ausführliche Tutorials für Neueinsteiger aber auch Kenner die nur in die Steuerung eingewiesen werden möchten, Kartenübersichten, Statistiken, sogar die Solovariante des Originals ist mit dabei. Das Spielen selbst geht sehr flüssig und intuitiv von der Hand, nach kurzer Eingewöhnung ist die App sehr übersichtlich und bietet alle Funktionen und Hilfen die man sich nur wünschen kann. Dazu ist sie grafisch sehr ansprechend gestaltet, das Dorf mit seinen Bewohnern liebevoll animiert und Details wie wechselnde Jahreszeiten schmeicheln den Augen. Auch wenn bisher nur das E-Kartendeck enthalten ist, dürfte Agricola ohne Frage für zahlreiche Stunden unterhalten. Weitere Karten und bitte auch die Moorbauern-Erweiterung für langfristige Abwechslung kommen hoffentlich über Zeit hinzu. Hier gibt es jedenfalls nichts abzuwägen – egal ob Anfänger oder Experte: kaufen!
Habe ich aufgemacht und gleich schon wieder keinen Bock gehabt die Sticker für die Figuren des fünften Spielers aufzukleben. Im Nachhinein frage ich mich wieso ich das überhaupt getan habe, ich spiele sowas eh nicht zu fünft, ob nun im Grundspiel oder der Erweiterung. So, und man kann nun also in der Brauerei Bier brauen und dafür im Wirtshaus Personenkarten abfüllen. Durch diese gibt es dann einmalige Boni oder eine Sonderrolle bei der Endwertung, sprich nichts was uns irgendwie überraschen würde. Dass so bestimmte Strategien bestärkt werden und das bisher Unmögliche möglich gemacht wird ist zum Teil ein netter Spielzweig, kann manchmal einem Spieler aber auch zu sehr zuspielen – eine kleine Glückskomponente, die nicht jedem Dörfler zusagen wird. Ausprobieren sollte man die Erweiterung aber auf jeden Fall mal, allein der Abwechslung halber lohnt sich die Investition und Village kann man ja eigentlich gar nicht genug spielen! Ganz große Sorgen mache ich mir aber, dass auf der Packung „Die erste Erweiterung“ steht – bitte, bitte nicht! Achso, fast hätte ich es vergessen: Hier könnt Ihr kaufen!
A Study in Static ist gar nicht so leicht einzuschätzen. Zwar bekommt man hier wieder wie gewohnt eine Menge nützliche Karten, zwei davon betrachte ich auch als maßgeblich spielverändernd, und trotzdem denke ich nicht, dass Gelegenheitsspieler oder Deckbaumuffel wahnsinnig viel mit dem Päckchen anfangen können, beziehungsweise die anderen bisher erschienenen wesentlich interessanter sind. Vielleicht reicht es aber ja schon, dass man nun für nur einen Credit einfach ein beliebiges verdeckt ausliegendes ICE ohne weitere Kosten umdrehen darf, zum Beispiel auch die gefährlichen Archer und Janus; der Haken: Wird das ICE ein Mal komplett gebrochen, so wird es umgehend zerstört. Fortgeschrittene Spieler sehen hinter dem Angebot den ein oder anderen Trick, können ihre Decks geschickt optimieren und die Gegner überraschen – sie müssen natürlich wie immer zuschlagen. A Study in Static verändert das Spielgefühl allein durch besagte Karte stark und trotzdem zeigt sich schnell, dass die neuen Karten keinesfalls unfair sind. Netrunner ist nach wie vor eines meiner absoluten Lieblingsspiele und wird mit jedem Kartenpaket vielseitiger. Mittlerweile ist der Deckbau auch nicht mehr nur eine reine Feinabstimmung, sondern wird beinahe undurchschaubar komplex. Die Zeiten wo man bei einer Fraktion noch nahezu genau wusste was einen erwartet sind definitiv gezählt.
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Spielvorstellung: Asante
Asante ist ein „neues“ reines Zweier von Kosmos und letztendlich je nachdem eine Neuauflage oder Erweiterung des beliebten Kartenspiels Jambo. Wer das noch nicht kennt kann sich zahlreiche Rezensionen dazu ansehen, beispielsweise hier. Asante verwendet grundsätzlich den gleichen Regelsatz, als kleine Neuerung kommen aber heilige Örtlichkeiten ins Spiel, welche beim Ausspielen von Gegenständen vergeben werden (zuerst an den Gegenspieler, später bei gutem Spiel auch an einen selbst). Diese Karten erlauben je nach Typ einen kleinen Bonus, der interessanter wird, je mehr gleiche Örtlichkeiten man im Spielverlauf sammelt. Das ist eine nette Ergänzung, aber sicher nicht essenziell. Ansonsten bleibt das Spielgefühl voll erhalten, tolles Material und komplett neue Karten reizen auch alte Jambo-Hasen. Asante ist dabei mit allen bisher erschienenen Jambo-Erweiterungen kombinierbar.
Wenn ein Spiel neu herausgegeben wird, muss es sich auch als neues Spiel behaupten und seine Neuauflage rechtfertigen. Asante schafft das problemlos. Auch wenn das Spiel mir persönlich aus heutiger Sicht ein klein wenig zu glückslastig beim Kartennachziehen ist, sind die Mechaniken nach wie vor spannend und liegen in einem angemessenen Zeitrahmen. Asante ist kein Spiel für die Mittagspause, aber trotzdem leicht verständlich – Komplexität ergibt sich aus den vielen verschiedenen Kartentexten und deren Interaktion. Wenn man Jambo noch nicht kennt, ist Asante ein sehr gelungenes Kartenspiel für zwei. Kenner hingegen müssen auf Grund der nur sehr bescheidenen Änderungen überlegen, ob sie ein weiteres Kartenpaket aus der Familie brauchen. Wir sind auf alle Fälle hier zu einem Handel bereit!
Descent wird erweitert, und das heißt in diesem Fall erstmal mehr vom Gleichen: Zwei neue Helden, zwei neue Heldenklassen, eine neue Overlordklasse, der neue Zustand „brennend“, neue Monster und Gegenstände, Kartenteile und natürlich fünf neue Abenteuer. Soweit ist auch alles erstmal sehr gelungen, spielt sich frisch und fügt sich gut ein. Darüberhinaus gibt es noch die neuen Geheimräume, die sich eher weniger auf das Spiel auswirken. Beim Durchsuchen können die Helden zufällig auf die neue Geheimgang-Karte stoßen und dadurch, und nur dadurch, den Weg in einem Geheimraum entdecken, welcher daraufhin durch das Ziehen einer Geheimraum-Karte näher bestimmt wird. Diesen kleinen Raum können die Helden abseits der eigentlichen Spielfläche betreten, dort verschiedenen Herausforderungen (Proben oder Monster) begegnen und so schließlich bei Bestehen eine Belohnung abstauben. Ist ganz nett, aber auch nicht besonders toll, und kommt unter Umständen selten bis gar nicht vor oder stellt sich als Zeitverschwendung gemessen am aktuellen Abenteuer heraus. Ziemlich mäh. Auch etwas mäh ist, wie die Abenteuer der Erweiterung vorgesehen sind: Es gibt neue Gerüchte-Karten, welche der Overlord in der Kampagnenphase des Grundspiels ausspielen kann – eigentlich eine super Idee. Das können dann besondere Ereignisse sein, oder aber auch eine neue Nebenquest, zu welcher die Helden alternativ reisen können. Leider gibt es (bisher) nur wenige dieser Karten und der Overlord darf nur insgesamt drei davon im Verlauf der ganzen Kampagne spielen, was bedeutet, dass es (noch) so gut wie gar nicht vorkommt. Auch fügt sich das zwar super in eine neue Kampagne ein, doch ist es für Veteranen nicht ideal, die nicht nochmal die bekannten Abenteuer des Grundspiels spielen möchten. Zum Glück gibt es online bereits Abhilfe in Form einer kleinen Minikampagne – wieso nicht gleich so?! Wie gewohnt lassen sich die Abenteuer aber natürlich auch einzeln bestreiten.
Insgesamt ist Lair of the Wyrm eine gute Erweiterung, die interessante Konzepte einführt, welche nur leider noch nicht ganz ausgereift sind. Ich wünsche mir, dass die Gerüchte zukünftig weiter ausgebaut werden und so ein richtiges Rollenspielgefühl entsteht, was hier bedauerlicherweise nur angedeutet wird. Aber allein mit dem ganzen neuen Material dürften Fans bereits zufrieden und beschäftigt sein. Hier bestellen.
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Spielvorstellung: La Boca
Auf La Boca freue ich mich schon inständig, seit ich vor langer Zeit einmal den Prototypen spielen durfte. Geändert hat sich seitdem praktisch nichts: Immer zwei Spieler versuchen gemeinsam aus verschiedenen Klötzchen ein durch eine Karte vorgegebenes Gebilde zu erbauen, sehen dabei aber immer nur 2D von der Seite einen Teil der Vorgabe und müssen sich daher geschickt absprechen. Jeder spielt dabei mal mit jedem und versucht letztendlich auf Schnelligkeit die meisten Punkte zu erhaschen. Mehr ist das auch gar nicht. In Aktion ist das auch irgendwo in meinem Nürnbergvideo zu finden.
La Boca ist wahnsinnig schnell erklärt und zieht die Mitspieler augenblicklich in seinen Bann. Der kommunikative Aspekt in einem Bauspiel funktioniert tadellos, das gemeinsame Bauen aus einer Seitenansicht fasziniert und ist sogar lehrreich. Das Material, und damit schließe ich auch die Schachteleinlage ein, ist rundum gelungen. Ich kann über La Boca gar nichts Negatives verlieren. Es ist halt ein recht kurzweiliges Partyspiel und kann daher sicher nicht den ganzen Abend unterhalten, aber das haben derartige Spielkonzepte nun mal so an sich. Wie immer haben wir für Euch hier bereits einen Stapel aufgebaut und erreichen mit Eurer Kooperation hoffentlich die Höchstpunktzahl!
Wenn man mal über den Titel nachdenkt: Was ist überhaupt stille Post und wie kann die nun wieder extrem sein? Stille Post kennt trotzdem jeder und auch hat wohl jeder das Spielprinzip was sich hinter diesem neu erschienenen Brettspiel Stille Post – Extrem verbirgt schon einmal, eher ausgiebig, gespielt. Ich werde es daher diesmal nichtmal im Ansatz erklären, so viel Suchmaschinen-Verständnis traue ich Euch, liebe Leser, zur Not zu (trotzdem ein Tipp: Wikipedia > „Stille Post“ > Varianten). Malen, raten, malen, raten… zwar überhaupt nichts Neues, für sein Geld bekommt man hier aber Material für bis zu acht Spieler, darunter ein paar Begriffskarten, Würfel und Sanduhr, in erster Linie aber acht Ringblöcke, welche sich mit entsprechenden Stiften, mitgeliefert, beschreiben und schließlich auch wieder mit entsprechenden Tüchern, ebenfalls mitgeliefert, abwischen lassen. Diese Art Material ist derzeit in – völlig zu Recht, denn er sah, dass es gut war! Die Blöcke werten den Spielspaß von Stille Post extrem auf, also ist auch der Titel gerechtfertigt. Ich wüsste nicht wieso ich Stille Post jemals wieder ohne Stille Post – Extrem spielen sollte. Wer also auf derartige Partyspiele steht, sollte Stille Post – Extrem nicht stehen lassen! Hier, darüber besteht kein Zweifel! Das Recht steht auf der Seite der Besitzenden! Das Angebot steht! Dieser Anzug steht ihm nicht! Steht für den Spieltraum ein!








